Quote of the day

  • Donnerstag, 22.

    What’s the secret of Biden’s success? Part of the answer, surely, is identity politics. Let’s be blunt here: The modern version of “only Nixon could go to China” may be “only an old white guy can sell a new New Deal.”
    Another factor working in Biden’s favor is the closing of professional Republicans’ minds. Even before conspiracy theories took control, Republican politicians were living in a mental bubble; in many ways the modern G.O.P. is more like a cult than a normal political party.

    Was ist das Geheimnis des Erfolgs von Biden? Ein Teil der Antwort ist sicherlich die Identitätspolitik. Lassen Sie uns hier offen sein: Die moderne Version von "nur Nixon konnte nach China gehen" ist vielleicht "nur ein alter weißer Mann kann einen neuen New Deal verkaufen."
    Ein weiterer Faktor, der zu Bidens Gunsten arbeitet, ist die Verschlossenheit der Köpfe der professionellen Republikaner. Schon bevor Verschwörungstheorien die Kontrolle übernahmen, lebten republikanische Politiker in einer mentalen Blase; in vielerlei Hinsicht ist die moderne G.O.P. eher eine Sekte als eine normale politische Partei.

    PAUL  KRUGMAN  on  NYTimes.com

  • Mittwoch, 21.

    What’s the secret of Biden’s success? Part of the answer, surely, is identity politics. Let’s be blunt here: The modern version of “only Nixon could go to China” may be “only an old white guy can sell a new New Deal.”
    Another factor working in Biden’s favor is the closing of professional Republicans’ minds. Even before conspiracy theories took control, Republican politicians were living in a mental bubble; in many ways the modern G.O.P. is more like a cult than a normal political party.

    Was ist das Geheimnis des Erfolgs von Biden? Ein Teil der Antwort ist sicherlich die Identitätspolitik. Lassen Sie uns hier offen sein: Die moderne Version von "nur Nixon konnte nach China gehen" ist vielleicht "nur ein alter weißer Mann kann einen neuen New Deal verkaufen."
    Ein weiterer Faktor, der zu Bidens Gunsten arbeitet, ist die Verschlossenheit der Köpfe der professionellen Republikaner. Schon bevor Verschwörungstheorien die Kontrolle übernahmen, lebten republikanische Politiker in einer mentalen Blase; in vielerlei Hinsicht ist die moderne G.O.P. eher eine Sekte als eine normale politische Partei.

    PAUL  KRUGMAN  on  NYTimes.com

  • Dienstag, 20.

    Social sanctions are an important mechanism for social change, and they should be used. The problem is when that one awful thing someone said comes to define their online identity, and then it defines their future economic and political and personal opportunities. I don’t like the line that no one deserves to be defined by the worst thing they’ve ever done — tell me the body count first — but let’s agree that most of us don’t deserve to be defined by the dumbest thing we’ve ever said, forever, just because Google’s algorithm noticed that that moment got more links than the rest of our life combined.

    Soziale Sanktionen sind ein wichtiger Mechanismus für sozialen Wandel, und sie sollten genutzt werden. Das Problem ist, wenn diese eine schreckliche Sache, die jemand gesagt hat, seine Online-Identität definiert und dann seine zukünftigen wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Möglichkeiten bestimmt. Ich mag den Satz nicht, dass niemand es verdient, durch das Schlimmste, was er jemals getan hat, definiert zu werden - von wievielen Toten sprechen wir? - aber vielleicht können wir uns darauf einigen, dass die meisten von uns es nicht verdienen, durch das Dümmste, was wir jemals gesagt haben, für immer definiert zu werden, nur weil Googles Algorithmus bemerkt hat, dass dieser Moment mehr Links bekommen hat als der Rest unseres Lebens zusammen.

    EZRA  KLEIN  on  NYTimes.com

  • Montag, 19.

    Keineswegs nur in Reaktion auf den Nationalsozialismus ist das politische System der Bundesrepublik auf Beschränkung, Teilung und Bremsung von Macht ausgerichtet worden. Der Föderalismus gehört genauso dazu wie die Kompliziertheit des Verfahrens, einen Regierungswechsel durch Misstrauensvotum zu bewerkstelligen. Das hatte zu Folge, dass die Politik nie in die Situation geriet, Großes entscheiden zu müssen.

    It was not just in reaction to National Socialism that the political system of the Federal Republic of Germany was designed to limit, divide and curb power. Federalism is just as much a part of this as the complexity of the procedure for bringing about a change of government through a vote of no confidence. As a result, politicians never found themselves in the situation of having to make major decisions. 

    THOMAS  SCHMID  on Schmid.welt.de

  • Sonntag, 18.

    Wo die Nummer zwei Markus Söder heißen könnte, möchte man mit der Nummer eins lieber nicht tauschen. 

    Where the number two could be Markus Söder, one would rather not swap places with the number one. 

    ROBERT  PAUSCH  on  ZEITonline

  • Samstag, 17.

    Wo die Nummer zwei Markus Söder heißen könnte, möchte man mit der Nummer eins lieber nicht tauschen. 

    Where the number two could be Markus Söder, one would rather not swap places with the number one. 

    ROBERT  PAUSCH  on  ZEITonline

  • Freitag, 16.

    Wo die Nummer zwei Markus Söder heißen könnte, möchte man mit der Nummer eins lieber nicht tauschen. 

    Where the number two could be Markus Söder, one would rather not swap places with the number one. 

    ROBERT  PAUSCH  on  ZEITonline

  • Donnerstag, 15.

    Denn was wie Kriegsvorbereitungen aussieht und nach Kriegsvorbereitungen klingt, könnte eben genau das sein: Kriegsvorbereitungen. Wer rechnete schon 2014 mit der Krim-Annexion und dem Krieg im Donbass? Dem Kaukasuskrieg in Georgien 2008? Bei Putin weiß man nie. 

     

     

    Because what looks like preparations for war and sounds like preparations for war could be just that: preparations for war. Who expected the annexation of Crimea and the war in the Donbass in 2014? The Caucasian war in Georgia in 2008? You never know with Putin. 

     

    SIMONE  BRUNNER  on  ZEITonline

  • Mittwoch, 14.

    Man konnte an der Ernsthaftigkeit dieser Läuterung schon vor dem heutigen Tag zweifeln. Nun aber liegt es offen auf dem Tisch: Söders Positionen sind Instrumente. Er nutzt das Besteck, das ihm jeweils opportun erscheint. Erst schürte er Hass auf Asylbewerber und Asylbewerberinnen, dann schützte er Bienen. Jetzt spielt er den Mann des Volkes, der über seinen eigenen Aussagen und den selbst gesetzten Regeln steht. Will man wirklich wissen, was er als Kanzler tun würde?

    One could doubt the seriousness of this purification even before today. But now it is openly on the table: Söder's positions are instruments. He uses the cutlery that seems opportune to him at the time. First he incited hatred against asylum seekers, then he protected bees. Now he plays the man of the people who stands above his own statements and the rules he has set himself. Does one really want to know what he would do as chancellor?

    CHRISTIAN  BANGEL  on  ZEITonline

  • Dienstag, 13.

    China stellt die liberale internationale Ordnung und die Vormachtstellung Washingtons in Frage. Wir befinden uns am Beginn des zweiten Kalten Krieges. Deutschland und Europa müssen sich entscheiden: Wo stehen wir? Es wäre naiv und gefährlich, eine neutrale Rolle anzustreben. Ich sage: Wir müssen kraftvoll und ambitioniert in die Partnerschaft mit den USA investieren.

    China is challenging the liberal international order and Washington's supremacy. We are at the beginning of the second Cold War. Germany and Europe must decide: Where do we stand? It would be naïve and dangerous to strive for a neutral role. I say: We must invest powerfully and ambitiously in the partnership with the US.

    PETER  BEYER [Transatlantikkoordinator der Bundesregierung]  on ZEITonline

  • Montag, 12.

    Die vorab bekannt gewordenen Passagen zur »Identitätspolitik« aus Sahra Wagenknechts neuem Buch Die Selbstgerechten sind so schlicht und holzschnittartig, dass man von einer gewollten Provokation ausgehen muss. Wagenknecht, generell keine Freundin von Nuancen, senkt das Niveau einer ohnehin schon vergifteten Debatte noch weiter herab. 

    ALEXANDER  BRENTLER  on  Jacobin.de

    "Dieses Buch ist durchzogen von Menschenverachtung." Dieses Urteil über Sahra Wagenknechts neuestes Werk "Die Selbstgerechten", das nächste Woche erscheinen soll, stammt nicht von einem politischen Gegner der ehemaligen Oppositionsführerin im Bundestag, sondern von einem Parteifreund: Frank Laubenburg, der Bundessprecher der parteiinternen Vereinigung Die Linke.queer, ist empört über die Äußerungen der wohl prominentesten Politikerin seiner Partei.

    DENNIS  KLEIN  on queer.de

    Das Buch heißt „Die Selbstgerechten“. Wenn man den Plural streicht, ist dies ein zutreffender Titel.  STEFAN  REINECKE  on  taz.de

  • Sonntag, 11.

    Under the proposal, the Biden administration wants all international companies with annual global revenues of around $20 billion to pay a form of corporate tax wherever they sell their goods or services, the officials said. That would limit the new levy to roughly the 100 largest companies in the world, including the likes of Google and Facebook, but also non-digital giants such as German automaker Volkswagen. … It would also replace the existing global regime of taxing companies only in the countries where they book their profits.

    Nach dem Vorschlag will die Biden-Administration, dass alle internationalen Unternehmen mit einem jährlichen weltweiten Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar eine Form der Körperschaftssteuer zahlen, wo immer sie ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen, sagten die Beamten. Das würde die neue Abgabe auf etwa die 100 größten Unternehmen der Welt beschränken, darunter solche wie Google und Facebook, aber auch nicht-digitale Giganten wie der deutsche Autohersteller Volkswagen. ... Es würde auch die bestehende globale Regelung ersetzen, nach der Unternehmen nur in den Ländern besteuert werden, in denen sie ihre Gewinne verbuchen. … Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    B. SMITH-MEYER,  M. SCOTT,  A. LORENZO  on politico.eu

  • Freitag, 09.

    Under the proposal, the Biden administration wants all international companies with annual global revenues of around $20 billion to pay a form of corporate tax wherever they sell their goods or services, the officials said. That would limit the new levy to roughly the 100 largest companies in the world, including the likes of Google and Facebook, but also non-digital giants such as German automaker Volkswagen. … It would also replace the existing global regime of taxing companies only in the countries where they book their profits.

    Nach dem Vorschlag will die Biden-Administration, dass alle internationalen Unternehmen mit einem jährlichen weltweiten Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar eine Form der Körperschaftssteuer zahlen, wo immer sie ihre Waren oder Dienstleistungen verkaufen, sagten die Beamten. Das würde die neue Abgabe auf etwa die 100 größten Unternehmen der Welt beschränken, darunter solche wie Google und Facebook, aber auch nicht-digitale Giganten wie der deutsche Autohersteller Volkswagen. ... Es würde auch die bestehende globale Regelung ersetzen, nach der Unternehmen nur in den Ländern besteuert werden, in denen sie ihre Gewinne verbuchen. … Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    B. SMITH-MEYER,  M. SCOTT,  A. LORENZO  on politico.eu

  • Donnerstag, 08.

    Robert Habeck denkt nachhaltig und reflexiv. Er hat eine besondere Fähigkeit, mögliche Wirkungen und Nebenwirkungen von politischen Entscheidungen zu durchdenken. Deswegen halten wir ihn für den besseren Kanzlerkandidaten der Grünen.

    Robert Habeck thinks sustainably and reflexively. He has a special ability to think through possible effects and side effects of political decisions. That is why we think he is the better candidate for chancellor for the Greens.

    CLAUS  LEGGEWIE,  DANIEL  COHN-BENDIT  on ZEITonline

  • Mittwoch, 07.

    Today’s G.O.P. is the party Ronald Reagan built, a party that always sees government as the problem, not the solution; people who’ve spent decades steeped in that mind-set just can’t wrap their minds around the idea of using government spending, not tax cuts, to solve a problem. … For smart Republicans — McConnell may be a destructive force, but he’s no dummy — believe that there are political spillovers when government acts effectively. Once voters see the government do something well, they worry, the public will be more inclined to have it do other things they don’t want it to do, like reducing poverty and curbing the accumulation of wealth at the top.

    Die heutige G.O.P. ist die Partei, die Ronald Reagan aufgebaut hat, eine Partei, die die Regierung immer als das Problem sieht, nicht als die Lösung; Leute, die Jahrzehnte damit verbracht haben, in diese Denkweise eingeweiht zu werden, können sich einfach nicht mit der Idee anfreunden, Staatsausgaben und nicht Steuersenkungen zu verwenden, um ein Problem zu lösen. … Denn kluge Republikaner - McConnell mag eine zerstörerische Kraft sein, aber er ist kein Dummkopf - glauben, dass es politische Auswirkungen hat, wenn die Regierung effektiv handelt. Sobald die Wähler sehen, dass die Regierung etwas gut macht, befürchten sie, wird die Öffentlichkeit eher geneigt sein, unliebsame Forderungen zu stellen, wie die Verringerung der Armut und die Eindämmung der Anhäufung von Reichtum an der Spitze.

    PAUL  KRUGMAN  in his newsletter

  • Dienstag, 06.

    Die Medien sind in funktionaler Sicht Partner des Unfalls, des Verbrechens, des schlimmen Gerüchts. Sie bewirtschaften Ereignisse und Katastrophen. Die kurzfristige Katastrophenpublizistik hat naturgemäß einen irrationalen Anteil. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, die Medien kooperierten allesamt mit dem Irrsinn. Aber denken Sie an die Resonanz auf einen Terroranschlag im eigenen Land oder innerhalb der Europäischen Union: Regelmäßig wird jeder Angriff im Maßstab von eins zu einer Million vergrößert, bis sich alle bedroht glauben. Dabei sollte man längst wissen, dass Terrorismus eine Kommunikationstechnik ist, die nur funktioniert, wenn sie mit medialen Multiplikationen rechnen darf.

    From a functional point of view, the media are partners of the accident, the crime, the bad rumour. They manage events and disasters. Short-term disaster journalism naturally has an irrational component. I would not go so far as to say that the media all cooperate with the madness. But think of the response to a terrorist attack in one's own country or within the European Union: regularly, every attack is magnified on a scale of one in a million until everyone feels threatened. Yet we should have known by now that terrorism is a communication technique that only works if it can count on media multiplications.

    PETER  SLOTERDIJK  on  taz.de

  • Montag, 05.

    Die Medien sind in funktionaler Sicht Partner des Unfalls, des Verbrechens, des schlimmen Gerüchts. Sie bewirtschaften Ereignisse und Katastrophen. Die kurzfristige Katastrophenpublizistik hat naturgemäß einen irrationalen Anteil. Ich würde nicht so weit gehen zu behaupten, die Medien kooperierten allesamt mit dem Irrsinn. Aber denken Sie an die Resonanz auf einen Terroranschlag im eigenen Land oder innerhalb der Europäischen Union: Regelmäßig wird jeder Angriff im Maßstab von eins zu einer Million vergrößert, bis sich alle bedroht glauben. Dabei sollte man längst wissen, dass Terrorismus eine Kommunikationstechnik ist, die nur funktioniert, wenn sie mit medialen Multiplikationen rechnen darf.

    From a functional point of view, the media are partners of the accident, the crime, the bad rumour. They manage events and disasters. Short-term disaster journalism naturally has an irrational component. I would not go so far as to say that the media all cooperate with the madness. But think of the response to a terrorist attack in one's own country or within the European Union: regularly, every attack is magnified on a scale of one in a million until everyone feels threatened. Yet we should have known by now that terrorism is a communication technique that only works if it can count on media multiplications.

    PETER  SLOTERDIJK  on  taz.de

  • Sonntag, 04.

    Und dann ist da noch dieses Epochale, das der Union zu schaffen macht. Der Neo-Etatismus und Neo-Keynesianismus löst gerade in vielen westlichen Demokratien die neoliberale Phase ab. Bei diesem Paradigmenwechsel handelt es sich keineswegs um eine kurzfristige Mode, darin steckt vielmehr etwas Fundamentales. Die neoliberalen Jahrzehnte und die akut gewordene ökologische Krise führen nun dazu, dass die bislang externalisierten Kosten unseres Wirtschaftens und Konsumierens als soziale, gesundheitliche, finanzielle und ökologisch-ökonomische Krise zurückkehren – allerdings nicht zu den Unternehmen und Verbrauchern, sondern zum Staat. Dem bleibt gar nichts anderes übrig, als sich in den Stand zu setzen, diese multiplen Krisen zu bewältigen.

    And then there is this epochal thing that the Union is struggling with. Neo-Etatism and Neo-Keynesianism are replacing the neoliberal phase in many Western democracies right now. This paradigm shift is by no means a short-term fashion; rather, there is something fundamental in it. The neoliberal decades and the acute ecological crisis are now leading to a situation where the hitherto externalised costs of our economic activity and consumption are returning as a social, health, financial and ecological-economic crisis - not, however, to companies and consumers, but to the state. The state has no choice but to get itself in a position to deal with these multiple crises.

    MATTHIAS  GEIS,  BERND  ULRICH  on ZEITonline

  • Samstag, 03.

    Und dann ist da noch dieses Epochale, das der Union zu schaffen macht. Der Neo-Etatismus und Neo-Keynesianismus löst gerade in vielen westlichen Demokratien die neoliberale Phase ab. Bei diesem Paradigmenwechsel handelt es sich keineswegs um eine kurzfristige Mode, darin steckt vielmehr etwas Fundamentales. Die neoliberalen Jahrzehnte und die akut gewordene ökologische Krise führen nun dazu, dass die bislang externalisierten Kosten unseres Wirtschaftens und Konsumierens als soziale, gesundheitliche, finanzielle und ökologisch-ökonomische Krise zurückkehren – allerdings nicht zu den Unternehmen und Verbrauchern, sondern zum Staat. Dem bleibt gar nichts anderes übrig, als sich in den Stand zu setzen, diese multiplen Krisen zu bewältigen.

    And then there is this epochal thing that the Union is struggling with. Neo-Etatism and Neo-Keynesianism are replacing the neoliberal phase in many Western democracies right now. This paradigm shift is by no means a short-term fashion; rather, there is something fundamental in it. The neoliberal decades and the acute ecological crisis are now leading to a situation where the hitherto externalised costs of our economic activity and consumption are returning as a social, health, financial and ecological-economic crisis - not, however, to companies and consumers, but to the state. The state has no choice but to get itself in a position to deal with these multiple crises.

    MATTHIAS  GEIS,  BERND  ULRICH  on ZEITonline

  • Donnerstag, 01.

    Vergangene Woche nun musste ich erfahren – in dem Sinne, dass ich auf diese Information freiwillig jederzeit verzichtet hätte, aber sie verbreitete sich unübersehbar –, dass die Sängerin Nena auf Instagram Sympathie mit den Querdenkern bekundet hatte. Und sosehr ich selbst Schwierigkeiten mit denen habe, so sehr hat mich diese Nachricht irritiert. Vor allem dieses blockwartmäßige, die denunziatorische Freude darüber, dass jemand aus dem deutschen Stechschritt der Konsensualität gestolpert war und man das nun vermelden durfte. Die längst egal gewordene Nena, deren Vergehen in einer Eso-Version des Querdenkens bestanden hatte, wurde nur deshalb aus dem Orkus des Popkulturmuseums gezerrt, weil sich an ihr ein öffentliches Exempel statuieren ließ, dem sich niemand in den Weg stellen würde.

    Last week I had to learn - in the sense that I would have voluntarily renounced this information at any time, but it spread unmistakably - that the singer Nena had expressed sympathy with the Querdenker on Instagram. And as much as I have difficulties with them myself, this news irritated me. Above all, this block-waiting, denunciatory joy that someone had stumbled out of the German goose step of consensuality and that it was now allowed to be reported. Nena, who had long since become irrelevant and whose offence had consisted in an eso version of lateral thinking, was only dragged out of the orcus of the pop culture museum because a public example could be made of her that no one would stand in the way of.

    ALARD  von  KITTLITZ  on  ZEITonline

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