Künstliche Intelligenz

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Lektionen haben so einen abschüssigen Hang, erteilt zu werden, und tatsächlich leben wir in einer Zeit, in der es offenbar Not tut, „dem Publikum“ die eine oder andere Lektion regelrecht auszuteilen. Dort nämlich, im globalen Publikum, herrscht Verwirrung sowie, was schlimmer ist, eine wachsende Dummdreistigkeit, auf jede in Blockbuchstaben gefasste Wirrnis ein Copyright zu kleben.

In seinem jüngsten Buch „Jäger, Hirten, Kritiker – eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ entwickelt Richard David Precht (RDP) einen Strauss Leitgedanken für die Zukunft. Bei der Beurteilung dieser Vision, so lässt er uns wissen, mögen einige der Ansicht sein, dass er zu weit gehe, andere könnten meinen, er gehe nicht weit genug; das aber mögen seine Kritiker unter sich aus machen.

Platt gesprochen finden Diskussionen über ziemlich egal welchen Gegenstand auf drei Levels statt:

es werden oberflächliche Gemeinplätze ausgetauscht,
es finden tiefenscharfe Haarspaltereien statt oder
es toben Schlammschlachten im Graubereich zwischen Ahnen, Wissen und Spekulieren. Gelegentlich stellt sich die Frage: warum eigentlich überhaupt reden?