Arbeit am Epochenwechsel

Isaac van Deelen

Quote of the day

04-08-2022

Those who can only talk about cultural appropriation in the mode of prohibition overlook its creative and also emancipatory power - and that in truth there is no culture at all without it. In contrast to this, an ethics of appropriation would have to be set, which on the one hand thinks about the power relations that have always pervaded every culture - but on the other hand also knows about the originlessness of all cultural relations. Such an ethics would joyfully embrace the free play of appropriations. And solidarity in the diverse would be more important to it than the drawing of boundaries along which one must ceaselessly struggle for recognition.

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JENS  BALZER

Lanz und Precht

15-07-2022

Pranzologen at Work

 

Am 12.7. war Richard David Precht zu Gast bei Markus Lanz. Schönes Bild: an den Schuhen kann man sie gut unterscheiden. Die Sendung erreichte 1,57 Mio Zuschauer und hatte damit eine Reichweite von 10,2 %.

Average: 4.3 (4 Bewertungen)

Um 23 Uhr sind 1,5 Millionen Zuschauer nicht soo schlecht – zu anderer Gelegenheit hatte Markus Lanz auch schon mal 2,3 Mio und 20% Reichweite; also doch nur mittel. Immerhin: bei einem One-2-One muss man schon gewillt sein, dran zu bleiben: es ist kein im Hintergrund brabbelndes Nachmittags-TV. Auch der Gesprächsgegenstand reiht sich nicht gerade ins seichte Entertainment. Unwahrscheinlich, dass die Sendung auf die Mitte der Gauss’schen Verteilung zielt. Im Umkehrschluss, das ist jetzt spekulativ, kann aber doch eine gewisse Wahrscheinlichkeit beanspruchen, versammelt Markus Lanz in etwa das, was Habermas einst die „raisonnierende Öffentlichkeit“ nannte – sagen wir: cum grano salis.

Mal Vu, Mal Dit weiterlesen >>

Marc Saxer denkt nach

25-07-2022

nur eben noch die Welt ret-ten …

 

Die Idee, über eine Weltordnung oder gar eine „Neue Weltordnung“ zu reden, du liebe Güte, … die Idee gehört an den Stammtisch. Sie ist besoffen von Hybris, angeschickert aber wenigstens. Nicht einmal jene, die eine Weltordnung mit ihren politischen Entscheidungen de facto „herstellen“, verfügen über sie. Zu viele Variablen, zu viele Entwicklungen, zu viele Ungewissheiten.

Über die Weltordnung zu reden, c’mon, that’s Gods business.

Yo. Dude. Listen.

Average: 4 (1 Bewertung)

Für mich und Dich macht eine solche Diskussion wenig Sinn – oder!
Oder Du sitzt im Vorzimmer der Macht und hoffst darauf, Gehör zu finden.

***

Marc Saxer (MS) ist Sozialdemokrat, Mitglied der Grundwertekommission seiner Partei, Leiter des Asien-Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung, mit Sitz in Bangkok – immerhin aber doch einer, dessen Gedanken gemeinhin aus dem Parteisumpf herausragen. Weil: Er lebt und denkt global, meistens in englischer Sprache (was mich immer dann irritierte, wenn er deutsche Topoi abhandelte). Sein jüngstes Buch heisst „Transformativer Realismus“, auch das sagt schon einiges. Alles bleibt anders.

Nils Westerboer schreibt Athos 2643

Eigentlich ist Zack die Heldin

Ein Toter, noch einer – ja, spinnt denn die Marfa?

 
21-06-2022
11420

Science Fiction, wenn sie gut ist, ist Philosophie, sagen wir: fast.
Vermutlich hab ich das schon irgendwo geschrieben, aber dreifach hält besser. Ich werde also jetzt eine Lobrede auf Nils Westerboer schreiben; naja, nur um es „schlecht“ zu finden – und dann eine Besprechung zu schreiben, dafür ist mir die Zeit zu teuer.

Ost und West

Herr Tellkamp im Turm

Debatten von Gestern

 
19-05-2022
13684

Der Film über Uwe Tellkamp und das Dresdener Elbhang-Bürgertum auf 3SAT gestern Abend hat mich einigermaßen erschüttert. Der zentrale Aspekte in dieser Auseinandersetzung interessiert mich gar nicht: Ob er rechts ist, abgedriftet ist oder der Neuen Rechten Vorschub leistet. Mich beschäftigt mehr die Frage, ob uns ein solcher Konflikt beschäftigen sollte.

DefCon 2

Vom Zählspiel zum Endspiel

Kriegsgewinnler und Verlierer

 
26-04-2022
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Macron!
Nur kann es kaum ermutigen, wenn mal eine von den vielen Nachrichten weniger katastrophal ausfällt. Meine Haltung zu Macron ist eindeutig zweideutig: als Europäer halte ich ihn für (nahezu) unersetzbar, ob ich das als Franzose auch so sehen würde, ist zumindest fraglich. Was soll’s! In Unkenntnis der nationalen französischen Details bleibt mir nichts übrig, als das Kleingedruckte zu ignorieren.

27-09-2021
12799

5 Punkte zugelegt – Bravo!

 
12-09-2021
9044

Winds of Change im

 
02-09-2021
1881

Mikado

 
30-06-2021
6184

Ich bedaure, es sagen zu müssen:

 
11-06-2021
4721

The Apple Nation

 
02-06-2021
7069

Ich sass am Frühstückstisch und las

 
22-05-2021
16578

Noch 126 Tage bis zur Wahl

 
TAGS:
11-05-2021
9962

Noch 137 Tage bis zur Wahl

 

Roberto Simanowski schrieb „…

Die KI kommt ins Hirn oder umgekehrt

Realität – KI – Science Fiction 

 
09-05-2022
31632

Es gibt einen Wikipedia-Eintrag für den Essay, eine „offizielle“ Definition der Gattung dagegen gibt es nicht. Man liegt nicht ganz falsch, in einem Essay den Versuch zu sehen, ein kulturelles oder politisches Thema in seiner Breite und Tiefe zu behandeln. Genau das macht es schwer, den Essay "Todesalgorithmus" von Roberto Simanowski zusammenzufassen.

DefCon 2

Darf der Melnyk so reden ?

Eine Reifeprüfung 

 
07-04-2022
19907

Es ist das unterste Mindeste, dass wir jenen Gegenüber Verständnis haben, die in existentieller Not mit harschen Worten andere beharken, von denen sie sich „eigentlich“ Hilfe erwarten. Wenn die Hilfe ausbleibt, oder nicht in der Form geleistet wird, wie sie erwartet wird und womöglich nur so tatsächlich auch helfen würde, sozusagen als Placebo-Hilfe auftritt, wird aus Enttäuschung auch Wut. Deswegen müssen es „Hilfs-Versager“ ertragen, dass sie beschimpft werden, auch wenn sie … unterhalb der geforderten Schwelle … helfen, und im Übrigen „ihre guten Gründe“ haben.

Ken Follett schreibt "Never"

"Never" buchstabiert E-s-k-a-l-a-t-i-o-n

literarisch und inhaltlich mittel, aber überzeugend

 
20-02-2022
7232

Nicht zuletzt ob des unvorstellbaren Erfolges geht es mir wie jenen Bildzeitungslesern, die, wenn sie erwischt werden, versuchen, sich mit „soziologischen Erklärungen“ herauszureden – und dann irgendwas von „der Stimme des Volkes“ oder Ähnliches filusofieren. Ken Follett zu empfehlen geht nicht ohne Vorwarnung.
Aktuelle Ergänzungen, die zunächst hier als p.s. standen, habe ich in den Blog überführt.

Europe is The Battlefield

Mehr Initiative, wenn ich bitten darf

 
24-01-2022
26818
Andreas Reckwitz schrieb: „Die…

Ein Nach Ruf

 
06-12-2021
17810
Weltrettung zufällig entdeckt?

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …

 
18-10-2021
26427
Die Ursachen der Krise

Die Kandidat:innen sind Zeichen der Zeit

 
19-08-2021
51936
Das Wirtschaftsforum der SPD schreibt

eine Transformationsstrategie

 
18-06-2021
39133
Juli Zeh schreibt Über Menschen

Ein Kammerspiel

 
25-04-2021
4990
Durch's wilde Populistan

Anmerkungen zum Frontverlauf

 
13-04-2021
21079
Soziale oder

asoziale Medien

 
20-01-2021
24383
Die Regierung Röttgen tritt an

Isch seh schwazz!

 
01-01-2021
17154
Richard David Precht schreibt "KI und…

Im Trippelschritt dem Abgrund zu

 
24-10-2020
36973
Sascha Lobo geisselt die Putinfreunde

Nun sag, wie hast du's mit der Religion?

 
27-09-2020
33167
Richtig gut oder schlecht falsch

Ein Essay – attacca

 
21-09-2020
24857
Eine Verlorene Liebe

Suits – und die Folgen

 
25-08-2020
21238
Richtig gut oder schlecht falsch

Ein Essay – ritenuto

 
01-08-2020
35788
Verstörende Zerstörung

Von Trump lernen heisst … was?

 
28-07-2020
24806

Der Text war bereits in der ersten Version ("Tractatus Mundo Digitali") ein abenteuerliches Unterfangen; eigentlich müsste man sagen: in der zweiten Version, wenn man den Versuch von 1921, das berühmte "Tractatus logico-philosophicus", mitzählt. Naja, wer will sich denn heute noch mit dem ollen Plunder beschäftigen. Und so beglückt Wittgenstein uns von Zeit zu Zeit mit einem neuen Versuch, das notwendige Denken auf den aktuellen Stand zu bringen.

Dieser neue Versuch, das hier angekündigte "Tractatus II", ist in Arbeit; noch ziert sich der Autor, aber bald ... 

 

Die (alte) WebSite zum "Tractatus Mundo Digitali" 

Der Teil 1 – der es sich zum Ziel gesetzt hat, die grossen Risiken unserer Zeit zu diagnostizieren, erschien zum denkbar günstigsten Zeitpunkt: am 28-02-2020. Vom Risiko einer Pandemie war nicht die Rede. Tja. Ehrlich gesagt: die Wenigsten hatten das auf dem Radar. Und an den Risiken: Finanzindustrie, Digitalisierung, Klimawandel und Migration – hat sich ja nicht viel geändert.

Das Buch steht zum Download bereit

komplett
Kapitel 1 Ökonomie
Kapitel 2 Digitalisierung
Kapitel 3 Ökologie
Kapitel 4 Migration
Kapitel 5 Nuklear, Corona et all.

Forget Wittgenstein “2.0” ein MultiMedia eBook komplett überarbeitet*

Lesebuch 15 Short Stories plus 1 "Bonustrack", ca. 289 Seiten
Hörbuch 15 Audiotracks plus 2 "Bonustracks", ca. 510 min
Videobuch 13 Videos, ca. 80 min Bilderbuch ca. 220 Abbildungen

* die Version 2.0 ist im Apple BookStore zum Preis von € 7,99 erhältlich
p.s. Das überarbeitete Tractatus II wurde in eine eigene Edition ausgegliedert