Faschismus

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Wie einst die Grünen, ist die AfD als eine Protestpartei gegründet worden; ihre ursprüngliche (im Kern auf die Abschaffung des Euros gerichtete) Zielsetzung ist in mehreren Häutungen verloren gegangen; Stück für Stück gerieten rechte, rechts-radikale, rechts-extreme, vor allem rassistische und schliesslich neo-faschistische Parolen auf den Sprechzettel von Parteifunktionären – Björn Höcke vorneweg – wenn auch nicht bis ins Parteiprogramm.
Jetzt ist die Debatte um ein Parteiverbot neuerlich aufgekommen.

Ich bin nicht mehr allzuoft beeindruckt.

Vieles von dem, was heute blitzneu daherkommt, kenne ich schon. Das ist in der Musik so, in der Literatur, auf dem Theater, in der Politik sowieso. Es gibt – natürlich – Abweichungen in den Texturen, im Röntgenbild erkennen wir aber: alles schon mal dagewesen … wenn nicht: „nur geklaut und gezogen und gestohlen, ’tschuldigung …“

Wo oder wann eigentlich hat das Heute angefangen? Falsche Frage, na klar, Geschichte hat keinen Anfang. Unzählige subjektive Ereignisse oder „gesamtgesellschaftliche Ereignispfade’“ lassen sich aus keiner einzelnen, distinkten Begebenheit ableiten. Vor 1989 gab es Gorbatschow. Vor 9/11 gab es das unselige Engagement der USA bei den Mudjahedin, und so geht es weiter. Doch wer so spricht, logisch und dialektisch korrekt, schickt sich an, das Gegenteil zu behaupten.