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Über Denken bei Nebel

Wo bitte geht's zum Subtext?

 

Zufällig lese ich drei Aufsätze hintereinander. Und stutze. Während Thomas Assheuer ("Rechte Systemsprenger: Die Politik mit dem Mythos") und Anna Sauerbrey ("Putsch trendet") durchaus zusammenhängen, war Bernd Ulrich ("Ist da noch was zu retten") eher zufällige Frühstückslektüre. Bei allen dreien jedoch fällt mir auf: da stimmt doch was nicht.

Meinung, Meinung, meine Meinung, da schiesst Du doch locker mal was aus der Hüfte! Es gibt Topics, da gelingt mir das, doch die Atomdrohung Vladimir Putins kann ich nicht an einem Nachmittag abhandeln; seit drei Wochen schraub ich jetzt daran rum.

DefCon 2

Kriegsgewinnler und Verlierer

Macron!
Nur kann es kaum ermutigen, wenn mal eine von den vielen Nachrichten weniger katastrophal ausfällt. Meine Haltung zu Macron ist eindeutig zweideutig: als Europäer halte ich ihn für (nahezu) unersetzbar, ob ich das als Franzose auch so sehen würde, ist zumindest fraglich. Was soll’s! In Unkenntnis der nationalen französischen Details bleibt mir nichts übrig, als das Kleingedruckte zu ignorieren.

Nicht zuletzt ob des unvorstellbaren Erfolges geht es mir wie jenen Bildzeitungslesern, die, wenn sie erwischt werden, versuchen, sich mit „soziologischen Erklärungen“ herauszureden – und dann irgendwas von „der Stimme des Volkes“ oder Ähnliches filusofieren. Ken Follett zu empfehlen geht nicht ohne Vorwarnung.
Aktuelle Ergänzungen, die zunächst hier als p.s. standen, habe ich in den Blog überführt.

Jeder weiss, dass man in Krisen wie dieser der Nachrichtenlage nur bedingt trauen kann: im politischen Poker um die Durchsetzung von Positionen und Interessen wird mit harten Bandagen informiert, und was ich im Photoshop hinkriege, das können die geheimen Dienste schon lange.

WirrSinn

Blindstellen im Diskurs

Ich weiss nicht, wie mir geschah – aber seit zwei, drei Jahren, vermutlich ausgelöst durch einen Mangel, haben sich Fragen der geostrategischen (Militär-)Politik in meine Aufmerksamkeit eingeschlichen; eigentlich das Letzte, was meine feinsinnig-kultur-philosophisch-zeitgeistige Pulsnahme etwas anginge.

Brand eins via ZEITonline

Propaganda @ work

Bereits während meines Studiums im letzten Jahrtausend hatte sich die pazifische Region als aufkommendes geopolitisches Interessenfeld herumgesprochen, und spätestens mit Barack Obama wurde der strategische Wechsel der politischen Aufmerksamkeit regierungsamtlich. Dass die NATO wackelt, das wissen wir also nun schon eine ganze Weile.

Dass die NATO als solche zur Diskussion [qtip:(0)|ich schliesse hier an meinen früheren Post an] steht, pfeifen die Spatzen. Jetzt ist Herr Trump auf die Idee gekommen (Abb. 1), dass die NATO-Partner dafür zahlen sollen, dass die USA ihre Interessen in Europa schützen und ihre Soldaten in ihren Partner-Ländern stationieren.

Diskussion um Öffentlichkeit und Bezahlschranke

zu Christoph Kappes

Der hat sich auf facebook bei Frau Merkel (u.a.) beschwert, dass sie „Öffentlichkeits-relevante“ Positionen (eine argumentative Wende in Richtung Macron) in einem Exklusiv-Interview „hinter der Bezahlschranke“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung „versteckt/verbirgt/unzugänglich macht“.