Gesellschaft

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In seinem jüngsten Buch „Jäger, Hirten, Kritiker – eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ entwickelt Richard David Precht (RDP) einen Strauss Leitgedanken für die Zukunft. Bei der Beurteilung dieser Vision, so lässt er uns wissen, mögen einige der Ansicht sein, dass er zu weit gehe, andere könnten meinen, er gehe nicht weit genug; das aber mögen seine Kritiker unter sich aus machen.

Gibt es eine Strategie des neo-liberalen Kapitals, durch sprachliche Schaukämpfe von den eigentlichen Problemen abzulenken?

Robert Pfaller fokussiert und diagnostiziert in seinem Buch „Erwachsenensprache“ eine Domestizierung des Bewusstseins, in deren Windschatten das vormals strahlende Licht der Aufklärung zu einer Befunzelung von Bewusstseinstrübungen verkommt.

Da brrringst Du mich krass
in dem Teufel sei Küch nei.

Mit Deinen Fans sollst Du sorgsam umgehen!

So heisst es im Standard-Lehrbuch „Public Relation - aber richtig“ von @JürgenBraatz (Hamburg 1976: 96). Wie leicht hast Du Deine Leserschaft halbiert, wenn Du einen von ihnen vergraulst?!

Es gibt viele Ereignisse, Neuerscheinungen, product launches oder Sachverhalte, die mit grossem Ankündigungstamtam aufpoppen. Oft ist das gut, ich kann „uninteressante“, „falsche“ oder „blöde“ Sachen auslassen, diesen Film oder jenes Buch.

Luchterhand veröffentlichte „Leere Herzen“ von Juli Zeh am 13. November.

„Es ist zu früh, um zu sagen, welche dieser beiden Seiten die Geschichte auf ihrer Seite haben wird. Untergangspropheten sind eine ermüdende Begleiterscheinung kultureller Spannungen. Dumme Optimisten allerdings sind noch anstrengender.“

Platt gesprochen finden Diskussionen über ziemlich egal welchen Gegenstand auf drei Levels statt:

es werden oberflächliche Gemeinplätze ausgetauscht,
es finden tiefenscharfe Haarspaltereien statt oder
es toben Schlammschlachten im Graubereich zwischen Ahnen, Wissen und Spekulieren. Gelegentlich stellt sich die Frage: warum eigentlich überhaupt reden?