Nach dem Nachrichten-Tsunami von 2013, nach Citizen 4 von Laura Poitras, nach Snowdon von Oliver Stone, nach zahllosen Interviews (zuletzt eine Stunde im DLF) – nach dem ganzen Medienrummel rund um Ed Snowdon: welche Fragen waren danach eigentlich noch offen?
Gesellschaft
Worüber kann man, worüber muss man diskutieren? Diskutieren in dem Sinne, dass Meinungen, Haltungen, Standpunkte denkbar und auch dann noch akzeptabel sind, wenn sie unvereinbar auseinander liegen? Was nicht diskutiert werden kann, nennen wir ein Tabu. Immer wieder werden Tabus gebrochen: mal tanzt der Zeitgeist aus der Reihe, mal haben sich die tabuisierenden Umstände verändert.
Porth, Goetz, Houellebecq, Biller, Berg. Nicht eben meine literarische Grundversorgung, oft genug reizt es mich nicht einmal zur Kritik. Sibylle Berg hat sich mit GRM-Brainfuck in meiner persönlichen Literaturgeschichte eine eigene Kerbe verdient, OBWOHL ich das Buch ziemlich widerlich finde.
Lektionen haben so einen abschüssigen Hang, erteilt zu werden, und tatsächlich leben wir in einer Zeit, in der es offenbar Not tut, „dem Publikum“ die eine oder andere Lektion regelrecht auszuteilen. Dort nämlich, im globalen Publikum, herrscht Verwirrung sowie, was schlimmer ist, eine wachsende Dummdreistigkeit, auf jede in Blockbuchstaben gefasste Wirrnis ein Copyright zu kleben.