Gesellschaftstheorie

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Teil I des Essays ging um die innere Dia-lektik von Wertvorstellungen: was als „gut“ gilt und was eben dieses „Gute“ real ist – mehrdeutig nämlich. Dabei habe ich das Misslingen („Gut gemeint, aber …“) vom sachlich Unguten unter-schieden, von falschen Umgangsfor-men, Ritualen und sozialen Normierun-gen. Teil II fragt nach den Stellschrau-ben, mit deren Hilfe die Werte und ihr Wirken wieder zusammen kommen. Der Trick: nicht die Werte selbst zu verhan-deln; oder eben erst … ganz am Ende.

»Jede Klasse kann ihre historische Mission geschichtlich "verpassen" , kann scheitern - andere "Klassen" müssen dann unter neuen historischen Bedingungen "alte Kämpfe" austragen. Geschichtsbewußtheit und verantwortungsbewußte praktisch-umwälzende Tätigkeit allein vermögen dies zu leisten.« [qtip:(1)|Rudi Dutschke, Zur Literatur des revolutionären Sozialismus; zitiert nach: http://www.infopartisan.net/archive/1967/266764.html, abgerufen am 3-VII-2018.]

Es gibt keine Wahrheit, auch keine an Normen und Werte "angebundene". Wahrheit ist eine Verabredung, die durch Bestimmung (top down) oder durch Zustimmung (bottom up) Gültigkeit erlangt. SO war es wahr, dass die Erde eine Scheibe ist; und die Wissenschaftsgeschichte ist überbordend voll mit vergangenen Wahrheiten.