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Nicht definiert

Die Kammerjäger der Republik

Déjà vu. Wie bei Martin Schulz in ähnlicher Situation hat es auch heuer einen Moment gedauert, bis das mediale Milieu verstanden hat, dass womögliche eine (von ihnen) Unberufene nach der Macht im Staate greift. Dass die Grünen PR-technisch eine saubere Kandidatinnen-Kür hinlegen und das Volk Annalena Baerbock so gut findet, dass mit ihr die Grünen in der Sonntagsfrage an der CDU vorbeiziehen konnten, das …äh … das kann nicht sein und insbesondere so nicht bleiben! 

Ralf Dahrendorf in seinem Grab

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Sag die Wahrheit

Ich las, das Schlimmste am herrschenden Populismus und (in) den Sozialen Medien seien nicht die Fake News oder der rechte RollBack, sondern die sich ausbreitenden Halbwahrheiten.  

Dass die halbe Wahrheit schlimmer, gefährlicher sei, als die komplette Lüge, das hat mir so unmittelbar eingeleuchtet, ein Gemeinplatz eigentlich, dass ich vergass, mir die Quelle zu merken, um das hier ordentlich zitieren zu können. Mist, wenn man nicht sofort und alles dokumentiert! Später dachte ich: „ob das vielleicht auch nur die halbe Wahrheit ist?“

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Ein gordischer Knoten

Seit Ralph Nader – besser noch seit Erin Brockovich 1es gibt sie wirklich, Jg. 1960 wissen wir, dass das amerikanische Recht seine Bürger gegenüber fahrlässigen oder vorsätzlichen Fehlern von Unternehmen schützt – wenn sich jemand darum kümmert, das gerichtsfest zu beweisen.

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Personen, die menstruieren

Wenn ich überhaupt so etwas wie „meine Heimat“ kenne, so ist es meine Sprache. Vielen Bemerkungen meines Umfeldes kann ich entnehmen, dass ich sie „ganz gut“ beherrsche; vielleicht auch etwas zu gut. Als ich kürzlich mit dem Notruf der Polizei zu tun hatte und einen Fall schilderte, in dem ich Hilfe brauchte, sagte der Beamte am Telefon: „Sie reden so komisch. Ich kann Sie kaum verstehen.“ Ich versteh den Mann: das war hochdeutsche Schriftsprache, deutlich prononciert und in gemessenem Tempo. Hört man im hessischen NordOst-Sibirien nicht alle Tage.

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Ein Rückfall

Ich werde krank. 
Schon seit einiger Zeit verspüre ich eine aufkommende Meinungsintoleranz, mein Frontallappen revoltiert, ich habe dogmatische Hitzewallungen und in den letzten Tagen zeige ich regelrecht intellektallergische Abstossungsreaktionen. Ich will aber - eigentlich - gar nicht drüber reden; habe sogar Tendenz, die Krankheit zu leugnen. Wobei, das ist nicht ganz richtig, es ist ja eher, das ich mich mit dem Scheiss nicht auseinandersetzen will. 

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Nukleare Teilhabe

Ich weiss nicht, wie mir geschah – aber seit zwei, drei Jahren, vermutlich ausgelöst durch einen Mangel, haben sich Fragen der geostrategischen (Militär-)Politik in meine Aufmerksamkeit eingeschlichen; eigentlich das Letzte, was meine feinsinnig-kultur-philosophisch-zeitgeistige Pulsnahme etwas anginge. Nee, ich lüge – ich weiss es doch: Die Orange und der kleine Raketenmann und jemand hatte mir das Büchlein „Unsere Frau in Pjöngjang“ empfohlen, ... und so kam eins zum anderen, und mit einem Mal war die NATO meine Baustelle.

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Das Wort zum Sonntag

Es ist jetzt vielleicht 10  Tage oder 3 Wochen her, dass wir verstanden haben, wie ernst die Epidemie ist; wir: als Gesellschaft, wir als Welt. Es dauerte, bis sich der soziale Druck bis in die uneinsichtigsten Köpfe vorgekämpft hatte – und bei jenen mit genügend wenig Grips und Erfahrung ist vermutlich immer noch eine gewisse Strecke bis zur Einsicht zu überwinden: Wenn ich auf den Parkplatz der grossen Firma nebenan schaue, bei Schichtende: weder Mundschutz noch Abstand; Fahrgemeinschaften, Grüppchen, alles wie gehabt.

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