Es ist jetzt vielleicht 10 Tage oder 3 Wochen her, dass wir verstanden haben, wie ernst die Epidemie ist; wir: als Gesellschaft, wir als Welt. Es dauerte, bis sich der soziale Druck bis in die uneinsichtigsten Köpfe vorgekämpft hatte – und bei jenen mit genügend wenig Grips und Erfahrung ist vermutlich immer noch eine gewisse Strecke bis zur Einsicht zu überwinden: Wenn ich auf den Parkplatz der grossen Firma nebenan schaue, bei Schichtende: weder Mundschutz noch Abstand; Fahrgemeinschaften, Grüppchen, alles wie gehabt. Doch auch, wenn und wo wir verstanden haben – viel weiter, als dass „Krise ist“, sind wir damit noch nicht gekommen.
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- Klappe halten!28-03-2020
- Ökologie IST globale Ökonomie22-01-2025
Was soll ich bloss wählen – die bange Frage ist sogar bei Lanz+Precht angekommen! Eine unmögliche Entscheidung soll getroffen werden, genau genommen sind es drei: Gehe ich wählen und wenn ja, was und wen? Dabei ist das Feld ebenso von Vergangenem vermint wie von transatlantischen Verwürfnissen bedroht. Aber komm: Es wird eine neue Regierung geben, und sich nicht zu entscheiden ist auch nicht besser, als schlecht zu regieren. Also übernimm Deinen Teil Veranwortung für das Kreuz der Realität.
- Der Staat ist das Ziel09-03-2026
Solange „die Krise” noch droht und nicht eingetreten ist, ist Zeit für Vorbereitungen, für das Nachdenken. Die Ordnung muss wachsen, darum geht es hier, lange bevor sie benötigt wird!
- Regulierung01-08-2017
Platt gesprochen finden Diskussionen über ziemlich egal welchen Gegenstand auf drei Levels statt:
es werden oberflächliche Gemeinplätze ausgetauscht,
es finden tiefenscharfe Haarspaltereien statt oder
es toben Schlammschlachten im Graubereich zwischen Ahnen, Wissen und Spekulieren. Gelegentlich stellt sich die Frage: warum eigentlich überhaupt reden? - Der Aggressor diktiert die Wahl der Waffen22-03-2022
Es ist schwer, auf der Höhe der Entwicklung zu denken; noch schwerer ist es, die deutsche Zurückhaltung gegen die existentielle Not und das Pathos des ukrainischen Präsidenten zu verteidigen; die Frage, die landauf, landab diskutiert wird, lautet gar: ist es nicht sogar unredlich?
- Propaganda @ work11-03-2020
Bereits während meines Studiums im letzten Jahrtausend hatte sich die pazifische Region als aufkommendes geopolitisches Interessenfeld herumgesprochen, und spätestens mit Barack Obama wurde der strategische Wechsel der politischen Aufmerksamkeit regierungsamtlich. Dass die NATO wackelt, das wissen wir also nun schon eine ganze Weile.
- Blindstellen im Diskurs03-05-2020
Ich weiss nicht, wie mir geschah – aber seit zwei, drei Jahren, vermutlich ausgelöst durch einen Mangel, haben sich Fragen der geostrategischen (Militär-)Politik in meine Aufmerksamkeit eingeschlichen; eigentlich das Letzte, was meine feinsinnig-kultur-philosophisch-zeitgeistige Pulsnahme etwas anginge.
- Nach der Behauptung. Vor dem Entwurf21-05-2020
Es gibt viele lesenswerte Science Fiction, die Zukünfte entwerfen: Ob Utopie oder Dystopie, wir lesen sie zumeist als eine Kritik der Gegenwart. Doch wie in einer unausgesprochenen Verabredung geht mit der Ausgestaltung der Zukunft kein Anspruch auf Gestaltung der Gegenwart einher. Der Ent/Wurf reicht voraus, das genügt. Die Rückbindung zur Gegenwart ist abgerissen.
- Eine Reifeprüfung07-04-2022
Es ist das unterste Mindeste, dass wir jenen Gegenüber Verständnis haben, die in existentieller Not mit harschen Worten andere beharken, von denen sie sich „eigentlich“ Hilfe erwarten. Wenn die Hilfe ausbleibt, oder nicht in der Form geleistet wird, wie sie erwartet wird und womöglich nur so tatsächlich auch helfen würde, sozusagen als Placebo-Hilfe auftritt, wird aus Enttäuschung auch Wut. Deswegen müssen es „Hilfs-Versager“ ertragen, dass sie beschimpft werden, auch wenn sie … unterhalb der geforderten Schwelle … helfen, und im Übrigen „ihre guten Gründe“ haben.
- Unboxing Berlin11-07-2025
Sieh, da entbrennen in feurigem Kampf die eifernden Kräfte,
Großes wirket ihr Streit, größeres wirket ihr Bund.
Tausend Hände belebt Ein Geist, hoch schläget in tausend
Brüsten, von einem Gefühl glühend, ein einziges Herz,
Schlägt für das Vaterland und glüht für der Ahnen Gesetze,
Hier auf dem theuren Grund ruht ihr verehrtes Gebein.
...
„Wanderer, kommst du nach Sparta, verkündige dorten, du habest
Uns hier liegen gesehn, wie das Gesetz es befahl.“ - ver-mitte-lt21-03-2017
Ohne Reihenfolge oder Priorisierung haben wir damit die Grossbaustellen einer politischen Neuorientierung angedeutet:
- Kunst, die Freiheit der15-07-2026
Bei Wolf Biermann heisst es (50 Jahre her), man solle immer einen Schritt zu weit gehen; (doch) auch das Zuweitgehen habe sein Mass. Für das zu weit Zuweitgehen gibt es unendlich viele Beispiele; ein für seine Übertreibungen beinahe geadeltes Austragungsfeld ist die akademische Sprache. Sie bemüht Christoph Möllers, um über die Kunst und die Freiheit nachzudenken.
- Kommt noch soweit, dass wir über Inhalte reden!!09-11-2022
Das Buch „Die Vierte Gewalt” von Richard David Precht und Harald Welzer greift einen Verdacht, eine These auf, die mich seit langer Zeit umtreibt. Grob verkürzt lautet sie: Die Medien tun nicht, was sie sollen. Ursächlich dafür sind sowohl ökonomische und technologische wie auch politische Faktoren. Insoweit das Buch diesem Verdacht nachspürt, bin ich damit weitgehend einverstanden.
Doch eine Reihe von Abers lümmeln am Wegesrand. - Vorwärts, Genossen, es geht zurück!27-01-2020
Sympathie mit Kritik in einem Topf zu verrühren ist keine einfache Aufgabe. Im Fall von DD – Dietmar Dath ist das besonders schwer, zumindest geht es mir so. Abseits seiner Arbeiten für das Feuilleton der FAZ, die ich seit einigen Jahren
- Wie geht das: Handeln?03-04-2024
Viele rechte und populistische Reden verursachen Kopfschütteln: Was Unsinn!, wie kann man so ein wirres Zeug erzählen? Was, wenn diese Reden wohlkalkuliert sind? Entscheidend ist doch, was hinten raus kommt – oder?