Guten Tag, Wir kennen uns nicht – … meine Frage wird Ihnen etwas seltsam vorkommen: Sind Sie mit Gabi *** verheiratet?
Und die größte dieser Kosten [des Rechtsstaates] ist vielleicht diese Unmöglichkeit, diese Property-Owning-Democracy überhaupt für ein politisches Projekt der ökonomischen Transformation zu gewinnen. Das heißt, den Satz der Verfassung, wonach Eigentum verpflichtet, auf andere Weise zu aktualisieren als durch Besteuerung. Exemplarisch steht dafür das Scheitern des Heizungsgesetzes und auch das sich nach den Wahlen abzeichnende Scheitern einer anspruchsvolleren Version des European Green Deal. Tragisch ist das Scheitern, weil die Politik hier vor der unsichtbaren, vor der trennenden Grenze steht, die seit Savigny zwischen politischer Verständigung und Eigentum verläuft.
Das heißt aber auch, solange die Kapitalismuskritik nicht beim öffentlichen Recht angekommen ist, bewegt sie sich noch nicht einmal in der Nähe ihres Gegenstandes.
Eine Anekdote
Guten Tag, Wir kennen uns nicht – … meine Frage wird Ihnen etwas seltsam vorkommen: Sind Sie mit Gabi *** verheiratet?
Wenn ich nur wüsste, wer mir diesen Floh ins Ohr gesetzt hat, ich würde ihn zur Rede stellen; genau erinnere ich nur, dass der Typ mir auch erzählt hatte, Gabi hätte in Biologie promoviert und sei Forscherin geworden. Was für sich genommen bereits eine Nachricht war, weil in der Zeit, in der ich mit ihr bekannt war, schien sie eher, sozusagen dem mütterlichen Vorbild folgend, eher eine glänzende Karriere als Trophäe vor sich zu haben. Weil … auch ihre Intelligenz nicht zu übersehen war. Anyway: fake news. Die Story erwies sich, mindestens für den Teil, der mit Erik Spiekermann in Verbindung gebracht worden war, als blanker Unsinn.
Disclaimer: Der Verdacht einer Werbebotschaft könnte aufkommen ...
Verantwortung, Loyalität, Verrat, Tod
„Shogun“, ein Breitwand-Roman von James Clavell, war bereits 1980 in Serie im TV. Ich erinnere Bilder: der vergammelte Fasan, die vierkantigen Minikopfkissen (wie wohl man die sich „teilen” könnte?), Richard Chamberlain im Kimono und das maskenhafte Gesicht Yoko Shimadas; dazu die (unverstandenen) bellend, kehlige Sprache, die den Japanern zur Verständigung dient (dito nur schwer vorstellbar) … Erinnerungsinseln, halb verschüttet. Aufgetaucht, als ich kürzlich über das Hörbuch stolperte, gut gelesen von Julian Mehne, der offenbar auch japanisch spricht.
Was Werte Wollen
Disclosure: Ich kenne Japan … kaum, die Geschichte schon gar nicht. Was Clavell erzählt, hat er vermutlich recherchiert, aber auch literarisch aufgehübscht, stilisiert und zugespitzt – anders wäre kaum der Weltbestseller dabei heraus gekommen, der über 20 Millionen Mal verkauft wurde und nun schon zweimal in Serien verfilmt wurde. Ich habe, gleichsam als Gegengift, „Bushido – The Cruel Code Of The Samurai” aus 1963 gesehen, ein preisgekrönter Schwarzweiss-Film von Tadashi Imai, der von dem Hochglanz-Heldentum und Ehrengeschwurbel Clavells nichts übrig lässt. Mir kam es darauf an, dass Clavell einen Denkanstoss gab und Sequenzen seiner Erzählung Anlass waren, unser heutiges westliches Werteverständnis zu reflektieren.
Als noch nicht jeder Pups im Internet landete, hiess es beim Radio: Das versendet sich. Und heute: Das Internet vergisst nix, eigentlich. Andererseits werden die Speicher täglich neu geflutet, und der Aufreger von gestern ist kaum wiederzufinden. Dieses Tempo ist dem Nachdenken abträglich! ...
Hat noch irgendwer das Ding mit Manfred Weber und der AfD auf dem Schirm?
Wohnzimmer TV: „Was, um Gottes Willen, sind denn „Wohnzimmer der Gesellschaft”. Das sind soziale Orte des Gemeinsamen, wie diese taz-Kantine hier, wo die Verschiedenen sich treffen können, und sich ohne Zwang, und ohne Rollenzwang, … austauschen können.” So leitet Peter Unfried, Chefredakteuer von FuturZwei, dem Quarterly der taz, den Abend ein.
You ain't seen nothing yet
We're all gonna feel the backlash
Of puritanical power
And kicking us down into the ground
Gonna be their Finest Hour
You better decide which side you're on
The chips go down before too long
If Left is right then Right is Wrong
You better decide which side you're on
Too late, trendy thinkers
Your time is running out
Ain't no time to wonder why
Ain't no time for doubt
Tom Robinson, 1978
Bei Wolf Biermann heisst es (50 Jahre her), man solle immer einen Schritt zu weit gehen; (doch) auch das Zuweitgehen habe sein Mass. Für das zu weit Zuweitgehen gibt es unendlich viele Beispiele; ein für seine Übertreibungen beinahe geadeltes Austragungsfeld ist die akademische Sprache. Sie bemüht Christoph Möllers, um über die Kunst und die Freiheit nachzudenken.
Tabus sind laut oder leise, manche erscheinen sinnvoll, daneben gibt es schädliche. Sie grenzen aus, unterdrücken, lassen nicht stattfinden, was aber doch, abseits, subkutan, im Dunklen oder im Hintergrund, irgendwie wirksam ist. Zuweilen haben sie eine gesellschafts-hygienische Funktion und helfen bei der Vermeidung von Diskussionen, deren „offene“ Enden Schäden anrichten (würden): sie halten, sozusagen, Pandoras Büchsen geschlossen.
Solange „die Krise” noch droht und nicht eingetreten ist, ist Zeit für Vorbereitungen, für das Nachdenken. Die Ordnung muss wachsen, darum geht es hier, lange bevor sie benötigt wird!
Du sollst nicht bei Dir selbst anfangen!
Was ist eine Krise und wieviele?
Wie geht das: Handeln?
Über den Versuch, Freiheit zeitlich zu denken
('cause: it won't work out here!)
Kommt noch soweit, dass wir über Inhalte reden!!
Der Text war bereits in der ersten Version ("Tractatus Mundo Digitali") ein abenteuerliches Unterfangen; eigentlich müsste man sagen: in der zweiten Version, wenn man den Versuch von 1921, das berühmte "Tractatus logico-philosophicus", mitzählt. Naja, wer will sich denn heute noch mit dem ollen Plunder beschäftigen. Und so beglückt Wittgenstein uns von Zeit zu Zeit mit einem neuen Versuch, das notwendige Denken auf den aktuellen Stand zu bringen.
Dieser neue Versuch, das hier angekündigte "Tractatus II", ist in Arbeit; noch ziert sich der Autor, aber bald ...
Die (alte) WebSite zum "Tractatus Mundo Digitali"
Der Teil 1 – der es sich zum Ziel gesetzt hat, die grossen Risiken unserer Zeit zu diagnostizieren, erschien zum denkbar günstigsten Zeitpunkt: am 28-02-2020. Vom Risiko einer Pandemie war nicht die Rede. Tja. Ehrlich gesagt: die Wenigsten hatten das auf dem Radar. Und an den Risiken: Finanzindustrie, Digitalisierung, Klimawandel und Migration – hat sich ja nicht viel geändert.
Das Buch steht zum Download bereit
komplett
Kapitel 1 Ökonomie
Kapitel 2 Digitalisierung
Kapitel 3 Ökologie
Kapitel 4 Migration
Kapitel 5 Nuklear, Corona et all.
Forget Wittgenstein “2.0” ein MultiMedia eBook komplett überarbeitet*
Lesebuch 15 Short Stories plus 1 "Bonustrack", ca. 289 Seiten
Hörbuch 15 Audiotracks plus 2 "Bonustracks", ca. 510 min
Videobuch 13 Videos, ca. 80 min Bilderbuch ca. 220 Abbildungen
* die Version 2.0 ist im Apple BookStore zum Preis von € 7,99 erhältlich
p.s. Das überarbeitete Tractatus II wurde in eine eigene Edition ausgegliedert